Genehmigungen

Die Grafiken auf dieser Webseite veranschaulichen den zeitbezogenen Umfang der immissionsschutzrechtlich genehmigten Windenergieanlagen und die damit zu installierende elektrische Leistung in Megawatt [MW] seit dem Jahr 2013.

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Die meiste Windenergieleistung in einem Monat wurde im Dezember 2016 genehmigt, als bundesweit fast 5.000 Megawatt zugelassen wurden. Abgesehen von dieser Sondersituation, die sich durch Vorzieheffekte begründet, lag bis dahin der monatlich genehmigte Leistungswert im Mittel bei rund 400 MW. Anfang 2017 brachen die Genehmigungszahlen drastisch ein und erreichten erstmals im Frühjahr 2021 wieder das Niveau früherer Jahre. Dennoch bewegen sich die derzeit genehmigten Leistungsmengen weit unterhalb dessen, was zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele wie auch der Dekarbonisierung der Energieversorgung Deutschlands erforderlich ist.


Die aufsummierte, monatlich genehmigte Windenergieleistung ermöglicht den Vergleich der aktuellen Entwicklung mit der des Vorjahres. Als weitere Vergleichsgrößen zeigt die Grafik die Situation im bislang besten Genehmigungsjahr (2016) sowie im Jahr 2017, in dem die geringste Windenergieleistung innerhalb des Betrachtungszeitraums genehmigt wurde.

 


In den Jahren 2017 bis 2019 lag das genehmigte Leistungsvolumen durchgängig unterhalb von 2.000 MW. Auch wenn sich dieser Wert im Jahr 2021 verdoppelt hat, genügen die jüngeren Genehmigungenzahlen bei weitem nicht, um damit die Ausbauziele für die Windenergie an Land innerhalb dieses Jahrzehnts zu erreichen.

 


Die regionale Verteilung der seit 2013 erteilten Genehmigungen zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während die Hälfte der bis 2021 bundesweit genehmigten Windenergieleistung in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen bewilligt wurde, waren es in den großen Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg im Süden nur neun Prozent, obwohl die beiden Südländer deutlich mehr Fläche - bei einer geringeren Besiedlungsdichte - aufweisen als die drei Länder im Norden bzw. im Westen zusammen.

 


In über 270 Landkreisen und kreisfreien Städten wurden seit 2013 neue Windenergieanlagen genehmigt. Die regionale Verteilung fällt jedoch sehr heterogen aus. Während im Kreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein) mehr als 1.800 MW genehmigt wurden - und damit mehr als beispielsweise in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder in Thüringen bewilligt wurde, erhielten in diesem Zeitraum in 90 Landkreisen jeweils nicht mehr als 10 Anlagen - mit weniger als 50 MW zu installierender Leistung - eine Bauzulassung. In fünf Landkreisen, drei davon in Schleswig-Holstein, wurden von 2013 bis 2021 mehr als 900 MW Windenergieleistung bewilligt.


Die Genehmigungsentwicklung hat im Süden Deutschlands in den letzten Jahren überproportional an Dynamik verloren. Während von 2013 bis 2016 jährlich rund ein Fünftel der neu genehmigten Windenergieleistung in der sogenannten Südregion erteilt wurde, sank dieser Anteil zuletzt auf lediglich sieben Prozent.

Hinweis: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz trifft Regelungen, welche die wirtschaftlichen Bedingungen für die Windenergienutzung in der Region südlich der Mainlinie verbessern sollen. Zur Südregion zählen Baden-Württemberg, das Saarland, der ganz überwiegende Teil von Bayern und Rheinland-Pfalz sowie der Süden von Hessen. Durch Anklicken des Begriffs in der Grafiküberschrift erscheint eine kartografische Darstellung sämtlicher Landkreise und kreisfreien Städte innerhalb der Südregion.