Ergebnisse der Ausschreibungen Wind an Land

Im Mai 2017 wurde erstmals eine Ausschreibung zur wettbewerblichen Ermittlung der Vergütungshöhe für Strom aus neuen Windenergieanlagen durchgeführt. Voraussetzung für einen Vergütungsanspruch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die erfolgreiche Teilnahme mit der Anlage an einem Gebotstermin, der von der Bundesnetzagentur durchgeführt wird.

Die Grafiken auf dieser Webseite veranschaulichen den zeitbezogenen Umfang der auktionierten und realisierten Leistungsvolumina in Megawatt [MW].

Hinweis: Sämtliche Grafiken und die dahinterliegenden Daten können heruntergeladen und weiterverwendet werden. Dazu "Grafik weiterverwenden" anklicken. Darüber gelangen Sie auf eine Webseite von 23° (23degrees), auf der das Material in verschiedenen Dateiformaten als Download bereitgestellt wird.

(letzte Datenaktualisierung: 15.9.2023)

 

 

Obenstehende Grafik zeigt den Umfang der Windenergieleistung, die im jeweiligen Gebotstermin einen Zuschlag erhielt (blaue Säule), und wie viel davon bislang realisiert wurde (grüne Säule). Die Umsetzungsfrist (i.d.R. 30 Monate) für erteilte Zuschläge ist bei 20 durchgeführten Ausschreibungen mittlerweile abgelaufen (Stand Juli 2023). Daraus nicht realisierte Leistungsmengen sind als orangefarbige Säulen dargestellt.

 

Rund 8.500 MW Windenergieleistung, für die ein Vergütungsanspruch nach dem EEG im Rahmen der Ausschreibung ersteigert wurde, sind bislang (Stand Juli 2023) realisiert worden. Die größten Anteile gingen in Brandenburg (BB), Niedersachsen (NI), Nordrhein-Westfalen (NW) und Schleswig-Holstein (SH) in Betrieb.

 

 

Von 21.850 MW Windenergieleistung, welche die Bundesnetzagentur in den Jahren 2017 bis 2022 auktionierte, konnten - mangels Geboten - Zuschläge für lediglich 16.200 MW erteilt werden. Die zugeteilte Leistungsmenge verteilt sich auf rund 3.900 Anlagen.

 

 

Die regionale Verteilung der seit 2017 bezuschlagten Leistungsvolumina ergibt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: 70 Prozent der bislang bezuschlagten Leistungsvolumina ging an Windenergieanlagen in nur vier Bundesländer im Norden, nämlich: Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Lediglich 15 Prozent der Leistungsmenge, die einen Zuschlag in bisherigen Ausschreibungen erhalten haben, beziehen sich auf Windturbinen in der Südhälfte des Landes - konkret in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen sowie Thüringen.

 

 

Die Zuschläge aus 27 Ausschreibungsrunden der Jahre 2017 bis 2022 verteilen sich auf 211 Landkreise und kreisfreie Städte. Die schleswig-holsteinischen Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg wurden in 18 Auktionen mit Zuschlägen bedacht. Weitere zwei Landkreise (Dithmarschen - SH, Paderborn - NW) profitierten in 20 Auktionen von Zuschlägen. In den Landkreis Uckermark (BB) gingen sogar in 21 Ausschreibungsrunden zwischen 2017 und 2022 Zuschläge für neue Windenergieanlagen.

 

 

Windenergieprojekte in der sogenannten Südregion, welche ein Drittel der Fläche Deutschlands sowie ein Drittel der Bevölkerung umfasst, waren in den Ausschreibungen bislang deutlich unterrepräsentiert. Das begründet sich insbesondere in der geringen Zahl an immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen, die dort in den vergangenen Jahren erteilt wurden. Die Genehmigung ist eine der Voraussetzungen, um mit einer Anlage an der Ausschreibung teilnehmen zu können.

Hinweis: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz trifft Regelungen, welche die wirtschaftlichen Bedingungen für die Windenergienutzung in der Region südlich der Mainlinie verbessern sollen. Zur Südregion zählen Baden-Württemberg, das Saarland, der ganz überwiegende Teil von Bayern und Rheinland-Pfalz sowie der Süden von Hessen. Durch Anklicken des Begriffs in der Grafiküberschrift erscheint eine kartografische Darstellung sämtlicher Landkreise und kreisfreien Städte innerhalb der Südregion.