Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende 2018

  • Titel der Umfrage: Soziales Nachhaltigkeitsbarometer der Energiewende
  • Veröffentlichungsdatum: Februar 2019
  • Seitenzahl: 42 Seiten
  • Autorin: Daniela Setton
  • Projektleiter: Ortwin Renn
  • Auftraggeber: IASS
  • Durchführendes Institut: Forsa
     
  • Grundgesamtheit: Privathaushalte in Deutschland (bevölkerungsrepräsentativ)
  • Erhebungszeitraum: 1. August – 11. September 2018
  • Fallzahl: 6.594
  • Stichprobe: Mehrstufiges Zufallsverfahren
  • Erhebungsverfahren: forsa.Omninet-Panel (internetbasiert)
  • Fehlertoleranz: 1,2 Prozentpunkte

Einstellung zur Windenergienutzung allgemein

Den Ausbau von WEA an Land lehnen 22% der Befragten ab. Im Vergleich zu den anderen abgefragten Erneuerbaren Energien ist dies der höchste Wert. Der Ausbau wird von 46% befürwortet; 30% stehen dem neutral gegenüber.

WEA in Wohnortnähe / Störfaktor WEA?

Befragt man diejenigen, die angeben, dass sich in ihrer Gemeinde oder Stadt WEA befinden, ob sie sich von diesen gestört fühlen, empfinden 84% keine Störung durch die Anlagen; 14% fühlen sich hingegen gestört. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet, sind es nur 7%, die die WEA in ihrer Wohnumgebung als störend empfinden.

Im Rahmen der Umfrage wurden die Befragten gebeten, einzuschätzen, in welcher Entfernung zum eigenen Wohnhaus sich WEA in Sichtweite befinden. Aus dieser Einschätzung und dem angegebenen Gefühl, sich von Anlagen gestört zu fühlen, ergibt sich das Bild, dass je höher die Anlagenzahl in Sichtweite ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Bewohnenden von diesen gestört fühlen. Zu beachten sind dabei allerdings, dass es sich erstens um eine subjektive Einschätzung der Befragten hinsichtlich des Abstandes der WEA zum Wohnhaus handelt und zweitens die Fallzahl bei diesen Fragen sehr klein war.

Beteiligung

Eine frühzeitige Beteiligung der betroffenen Bevölkerung am Planungsprozess für Windanlagen in der Umgebung halten 86% der Befragten für wichtig. Über die Hälfte der Interviewten (55%) sprechen sich dafür aus, den Betroffenen über einen Bürgerentscheid die letztendliche Entscheidung zu überlassen; 37% sprechen sich gegen diese Option aus. Befragt man die Befürworter des Bürgerentscheides, finden diese eine Mitentscheidung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger wichtiger als einen schnellen Ausbau (85% gegenüber 13%). Immerhin knapp die Hälfte (47%) der gesamten Bevölkerung empfinden einen potenziellen Bürgerentscheid relevanter als einen schnellen Ausbau.

Protestbereitschaft

An einem Protest gegen geplante WEA im Wohnumfeld teilzunehmen, können sich 83% derjenigen vorstellen, die sich von Anlagen gestört fühlen (davon: 51% auf jeden Fall, 32% unter bestimmten Bedingungen, z. B. bei direkter Betroffenheit von Lärm). Fühlen sich die Befragten nicht gestört, können sich nur 43% vorstellen zu protestieren

Fragen

Die Energiewende umfasst unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien. Bitte geben Sie an, wie Sie persönlich zu den unterschiedlichen Technologien stehen.

„Ausbau von Windenergieanlagen an Land“

Sollten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort beim Bau von Windanlagen haben, z. B. über einen Bürgerentscheid?

„Ja“

„Nein“

„Weiß nicht“

Ansprechpartnerin

Friederike Heinsch

T +49 30 64 494 60-60
heinsch[at]fa-wind.de