Wie argumentiere ich mit Windenergiegegnerschaft?

23.05.2022

Leitfaden fasst häufige Fehlschlüsse in der Argumentation zusammen und liefert Gegenstrategien.

Windenergiekritikerinnen und -kritiker sind eine kleine Gruppe, aber oft lautstark – in Veranstaltungen genauso wie auf Social Media. Ihre Beiträge haben Publikum, manchmal dominieren sie eine ganze Diskussion. Deshalb ist es wichtig, argumentativ nicht haltbaren Standpunkten zu widersprechen oder auf Fehler hinzuweisen. So können Menschen im Publikum mitgenommen werden, auch wenn das Gegenüber nicht einlenkt. Um Praktikerinnen und Praktiker in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Fachagentur Windenergie an Land einen Argumentationsleitfaden entwickelt. In ihm werden häufig auftauchende Fehlschlüsse in der Argumentation verschlagwortet sowie Beispiele und mögliche Gegenstrategien aufgelistet. Diese eignen sich nicht nur für die Diskussion um Windenergie, sondern helfen auch in anderen Debatten.

Die Grundlage für den Argumentationsleitfaden ist der Forschungsbericht „Der Kampf gegen Windmühlen. Erzählungen und Argumentationsstrategien von Windenergiegegnern und -gegnerinnen auf Twitter und Facebook“ aus dem Jahr 2021. Zentrale Fragen des Berichts sind: Welche Erzählmuster über Windenergie haben in einem ausgewählten Zeitraum in der öffentlichen Berichterstattung Konjunktur, wie kann auf diese Erzählungen reagiert und was kann ihnen entgegengesetzt werden? Eine Forschungsgruppe der Universität Bochum analysierte dafür Facebook- und Twittereinträge im April und Mai 2021 rund um das Thema Windenergie. Sie listete als Ergebnis zehn häufig vorkommende Erzählmuster auf, arbeitete immer wiederkehrende Linien und Fehlschlüsse in der Argumentation von Windenergiekritikern und -kritikerinnen heraus und entwickelte mögliche Gegenstrategien.

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