Wachsende Nachfrage nach Ausschreibungsmengen

20.11.2020

In den Auktionen im September und Oktober konnte jeweils 80 % des Volumens vergeben werden.

Die beiden jüngsten Ausschreibungsrunden erfreuten sich einer deutlich gestiegenen Beteiligungsquote: Zu den Gebotsterminen am 1. September und 1. Oktober 2020 konnte die Bundesnetzagentur jeweils rund 80 % des auktionierten Volumens vergeben. Die Obergrenze im Netzausbaugebiet wurde beide Male überzeichnet. 

Grund für die wachsenden Offerten der 18. und 19. Auktionsrunde war ein zuletzt spürbarer Schub bei den Genehmigungszahlen: Allein im dritten Quartal 2020 wurden fast 850 MW neue Windenergieleistung bewilligt - was sich auf die Gebotssituation entsprechend auswirkte. Bis Mitte November kamen weitere 580 MW neu genehmigte Windenergieleistung hinzu, so dass am 1. Dezember sogar mit einer Überzeichnung der Auktionsmenge zu rechnen ist.

Die meisten Zuschläge aus den zwei Ausschreibungsrunden gingen nach Niedersachsen (259 MW), Brandenburg (186 MW) und Schleswig-Holstein (122 MW). Bürgerenergiegesellschaften waren in beiden Auktionen mit lediglich 15 MW erfolgreich. Während in der September-Ausschreibung die künftige Südregion noch leer ausging, erhielten dort am 1. Oktober insgesamt 12 Windturbinen (48 MW) einen Zuschlag.

Von den seit Mai 2017 insgesamt bezuschlagten 2.433 Windturbinen waren Mitte November 677 Anlagen mit 2.260 MW Leistung in Betrieb.

Weitere Informationen:

Service-Rubrik

Windenergierelevante Informationen aus den Bundesländern