Umweltwirkungen in der Stromerzeugung gesenkt

17.05.2021

Umweltbundesamt legt aktualisierte Ökobilanzen für Windenergieanlagen vor.

Mit einer für das Umweltbundesamt (UBA) durch die Sphera Solutions GmbH und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP ausgearbeiteten Studie wurden Ökobilanzen von Windenergie- (WEA) und Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) vorgelegt. Ziel war die Ermittlung und Bewertung ausgewählter Umweltwirkungen moderner PV-Anlagen und moderner WEA über deren gesamten Lebenszyklus.

Die Ergebnisse zeigen, dass selbst im ungünstigsten Fall die vor allem in der Herstellungsphase entstehenden Treibhauspotentiale pro erzeugter Kilowattstunde Wind- und Photovoltaikstrom um ein Vielfaches unterhalb konventioneller Stromerzeugungsarten liegen. Die Einzelkomponente mit dem größten Treibhausgaspotential ist bei WEA die Herstellung des Turms. Gegenüber früheren Ökobilanzstudien wird deutlich, dass der Fortschritt bei der Anlagentechnik dazu beitrug, das bereits sehr geringe Treibhauspotenzial weiter zu reduzieren.

Der Ausstoß an CO2-Äquivalent pro erzeugter Kilowattstunde Strom beträgt bei der Windenergie demnach zwischen 7,9 g für Starkwindstandorte und 10,9 g für Schwachwindanlagen. Energetisch amortisiert haben sich die Anlagen durchschnittlich nach 2,5 bis 3,2 Monaten.

Die Autoren machen aber auch deutlich, dass es sich um einen derzeitigen Stand des Wissens handelt, denn die dynamische Technologieentwicklung im Bereich der Windenergie erfordert es, die Ökobilanzen in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren.

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