ProBat 7.0 online

07.12.2020

Die Berechnungssoftware für einen fledermausangepassten WEA-Betrieb ist komplett neu programmiert.

Mit der Software ProBat können − basierend auf den wissenschaftlichen Forschungsergebnissen der RENEBAT-Projekte und in Abhängigkeit verschiedener Umweltparameter und der gemessenen Fledermausaktivität −  standortspezifische Abschaltalgorithmen für Windenergieanlagen berechnet werden. Die Software wird laufend weiterentwickelt und wurde nun mit der Version 7.0 komplett neu programmiert.

Die neue Version basiert auf der Software R und hat die bisherige MS-Access basierende Version Ende November abgelöst. ProBat kann nun als online-basierte App in jedem Internet-Browser bedient werden, eine Software muss somit nicht mehr installiert werden. Die Bedienung wird durch Tool-Tipps unterstützt und soll somit erleichtert werden. Außerdem wurden zahlreiche neue Grafiken und Features Integriert.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • gleichzeitige Bearbeitung mehrerer WEA eines Windparks
  • interaktive grafische Überprüfung der WEA-/Wetterdaten
  • Überarbeitung der Aktivitätsdarstellung im Dämmerungsintervall und automatischer Ein- oder Ausschluss
  • Darstellung der Aktivitätsverteilung über Wind, Temperatur und Niederschlag
  • Integration der Standard-Phänologien für zwei neue naturräumliche Regionen „Südwestdeutsche Mittelgebirge“ und „Küste“ und Aktualisierung der Phänologien für die vier bereits in ProBat 6 integrierten Regionen
  • erweiterter Report zur Unterstützung der gutachterlichen Arbeit

Als weitere Funktionen soll noch eine Überprüfung der Windenergieanlagen-Abschaltung sowie eine separate APP, die Hilfestellung bei der Auswahl eines Beprobungsdesigns gibt, folgen.

Änderungen bei der Berechnung der Betriebsalgorithmen betreffen maßgeblich die beiden neu integrierten Regionen. Bei den bereits in ProBat 6 integrierten Regionen ergeben sich Änderungen aus der besseren statistischen Absicherung der Phänologien mit Hilfe zahlreicher weiterer Datensätze.

Damit die ProBat-Software stetig weiterentwickelt werden kann, werden weitere Daten benötigt, die mit der App anonymisiert übermittelt werden können. Hier sind für die Entwickler insbesondere Datensätze aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und den südlichen Bundesländern mit dem Alpenvorland interessant.

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