ICAO senkt Betrachtungsraum um Drehfunkfeuer

11.12.2015

Überarbeitung einer europäischen Richtlinie kann zur Reduktion von 15 auf 10 km führen.

Die internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat die Anleitung zur Beurteilung des Einflusses von Bauwerken im Umkreis von Flugnavigationsanlagen (EUR Doc 015) überarbeitet. Grund dafür war eine Überschätzung des Einflusses von Windenergieanlagen auf die Funktionsfähigkeit von Doppler-Drehfunkfeuern (DVOR). Für diese wurde der zu betrachtende Umkreis nun von 15 km auf 10 km gesenkt. Es wurde jedoch festgehalten, dass lokale Umstände (bspw. Geländeeigenschaften) zu einer Modifikation des Betrachtungsraumes führen können. Nach Aussage der Deutschen Flugsicherung (DFS) lägen bei vielen der 40 von ihr betriebenen DVOR-Anlagen die Störungen bereits im grenzwertigen Bereich. Daher erwarte die DFS nur für einen geringen Anteil der Anlagen eine Reduktion des Betrachtungsraums (siehe BLWE 2015). Welche DVOR dies im Einzelnen betreffen wird, ist noch nicht bekannt.

Für herkömmliche Drehfunkfeuer (VOR) gilt diese Reduktion nicht. Zudem ist zu beachten, dass sämtliche Bauwerke über 100 m Höhe einer Prüfung nach § 18a LuftVG unterzogen werden.

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